Petronilla Hohenwarter, Artist Studio, Kunst Atelier,

mit der Kunst zu leben, zu lieben

und dabei bewusster zu SEIN

Hallo liebe Kunstfreunde  

was bedeutet Lifestyle wirklich ? Ist es ein Trend, dem wir folgen oder doch eher ein Ausdruck dessen, was uns als Persona definiert und sich in unserem Leben, Wirken über unser so wie wir sind im Lauf der Jahre widerspiegelt ?  

Kürzlich schrieb ich als Antwort zu einem Kunstsammler aus Österreich zum Thema Lifestyle: Ich denke das Leben und unsere Neigungen prägen unseren Lebensstil. Denn wenn ich rückblickend meines betrachte, dann ist mein gesamtes Leben von Kreativität geprägt. D.h. ein kreatives Leben zu führen, unkonventionell, lösungsorientiert abseits des Mainstreams zu handeln, d.h. welches meiner Person entspricht, daraus ergibt sich   meine Haltung und so auch meine Lebensform. Und das heißt im Klartext: das Leben erschaffe ich mir selbst, so wie ich es mir gut tut und mein Innerstes (Herz) erfüllt. 

mit der Kunst in Bewegung sein und dabei menschlich bleiben

Ja, Kunst bildet und sie hat mich geprägt, auch weil ich selber Künstlerin bin und wie könnte ich mich da von ihr trennen ? Es ist meine Lebensweise und definiert ein Bewusstsein, wer ich bin mit all den Lebensmomenten, die mich geprägt haben. 

Das ergibt meinen Lebensstil, der in der Summe, die vielfältigen Facetten meines Lebens aufspürt mit all den darin enthaltenen farbigen  Nuancen und Aspekten, die eine Biographie mit sich bringt. Daraus formt sich mein Leben, wirkt transformierend und legt meine Persona frei, die ich jetzt bin – selbstbegegnend in und mit Liebe. 

Dabei  ermöglicht mir die Kunst mit all ihren Stilen und Kunstepochen in ungefilterter konträrer Art und Weise das Leben per se als ein Gesamtes zu erfahren. Denn mein Kunstschaffen, meine Recherchen dazu, meine Kunstreisen, mein dadurch erweitertendes Bewusstseinsfeld ermöglicht es mir hinter die Fassaden des Lebens und unseres Menschseins zu blicken und das Verborgene darin aufzuspüren. Mein Lifestyle hat weniger mit Trends, Hypes, Interior, Fashion usw. zu tun , sondern er zeigt jene Aspekte,  die mich geformt haben. 

mein Lifestyle - ein Stil mit Haltung, der mich über Jahrzehnte kulturell und menschlich prägte
mein LebensStil ist seit vielen Jahren mit dem Weg des Yoga verbunden > mit dem Blick auf Body Mind Soul oder besser gesagt einer Körperarbeit, die meine geistige Haltung formt.  Mit  Umwegen, Ecken , Kanten und Tälern  bin ich seit Mitte der 90er Jahre am Entfalten meines Selbst und bin immer wieder überrascht, was dabei alles zum Vorschein kommt.  Ich nenne es bewusst nicht Selbstoptimierung oder Selbstobjektivierung, denn das ist nicht mein Fokus. Doch im Ganzen gesehen ist es vor allem mein Weg, mein Call und hat Loslassen zu tun; immer wieder in meiner Körpermitte anzukommen, egal welches Alters, darin balanciert zu bleiben und zu hinterfragen, was passt , bleibt und gehen darf.  Meine Kunst folgt meiner Seele  und ich folge ihr.  Ich leere meinen Geist, lerne  mein Herz zu erfühlen und meinen Körper über die Bewegung zu erleben. Dafür liebe ich die Yoga Praxis, den die ist mit zunehmenden Alter gelenkschonender und sinnlicher.  Es sind lebendige Erfahrungen und dies ermöglicht mir ein Ankommen und ein Verinnerlichen. Und da wir ja keine statische Spezie sind und Lebensabschnitte mit Veränderungen zu tun haben, will ich diese nicht ignorieren, sondern lieber konfrontieren. 
 

Der Weg des Yoga – hin zu mehr  Bewusstsein

 
ist  ein LebensStil von vielen. Meiner hat sich  aus mir selbständig entwickelt; passt zu mir, da es authentisch, lebendig ist,  ich folge keiner   Yoga Lehre.  Ich gebe mich meinem Körper hin, weniger dogmatisch einem Lehrer/Guru folgend, der meine körperlichen Grenzen nicht kennt. Es ist  eine tägliche Hingabe und Selbstreflexion an mich, die mich in mein inneres Universum eintauchen lässt. Und so  lernte  ich mich mit unter über den Weg des Yogas  näher kennen. Sozusagen mein BlindDate: ich mit mir ungefiltert auf der Matte. Seit mehr als 25 Jahren pflege ich diesen Weg verbunden mit  körperlichen Übungen genannt Asanas , die mich an verdeckte Anteile meiner Persönlichkeit heranführen, dabei körperliche  und mentale  Flexibilität lehrt. 
 

Was ist Yoga  

 
mal abgesehen davon, dass es    eine globale Lifstyle Bewegung ist, die den Menschen wieder auf die Matte holt und den Körper ins Schwitzen bringt – Alles kann, nichts muss … Für mich ist Yoga viel mehr als nur eine körperliche Übung plus des ganzen Hypes des derzeitigen Vermarktungszirkus,  den es vor mehr als 25 Jahren nicht gab, als ich damit in Berührung kam. Ich erzähle  Euch kurz meine Geschichte, wie ich dazu kam und eine meine Wende im Leben einläutete.
 
1994 kam ich das erste Mal mit Yoga  in Berührung. Ich  hatte eine ältere Dame mit lila Frotteehausanzug, die mich Hatha Yoga in  einem kleinen Zimmer in der Innenstadt von Passau in Niederbayern mit 4 anderen Yoginis lehrte. Ein ältere 80jährige Dame, die gelenkiger war wie ich mit  meinen damaligen 29 Jahren.  Als ich  1996  Indonesien  ein zweites Mal  bereiste und erneut auf  Bali  unterwegs war  , kam ich wieder mit Yoga in  Berührung, den die hinduistische  Tradition ist eng mit der Philospphie des Yoga  verwoben. Damals war das hinduistische Bali und insbesondere Ubud ein kleines verschlafenes Dorf, kein hippes Zentrum mit Avantgarde & Lifestyle Tourismus. Darüber bin ich sehr dankbar, dass ich damals den wahren Spirit der  Insel der Götter atmen konnte und er immer noch lebendig in mir verweilt. 
 

Über die Jahre hinaus bis 2003

 
praktizierte ich vermehrt meine  Asanas aus dem Hatha Yoga insbesondere vor und nach  meinem Sportprogramm. Und damit  begann mein spiritueller Weg und  mir bewusst  vor Augen geführt wurde, welcher Wandel sich dadurch in meiner Persönlichkeit vollzog. Während meiner temporären Reisen nach Südostasien lernte ich ebenso verschiedene Geisteshaltungen kennen, die mich meine innere Freiheit erahnen ließen.  Heute wird dies Mindfulness | Achtsamkeitspraxis genannt.  Ich besuchte  vor Ort Heiler, die mir  Meditation  mit Stillsitzen und Wahrnehmen nahebrachten; es war pure Neugierde, deshalb ließ ich mich auf dieses Experiment ein.  Ich war alles andere als erfreut mit all den Nebenerscheinungen, doch Übung macht die Meisterin und ich erlebte dabei mehr, als ich mit dem bloßen Auge sehen und wahrnehmen konnte. Es war ein Blick in eine damals für mich  “ andere Welt „. Heute nenne ich diese Zeit als eine meiner ersten spirituellen  Initiationen , die mich auf meinen ureigenen Weg führten. Meine Gabe des  Klarsehens  und  Hellfühlens  wurde dabei weiter intensiviert.
 

Als die Kunst 1998 

 
in mein Leben kam, wurde meine Wahrnehmung noch mehr verfeinert und ich nahm  das innere Sehen und Fühlen an.  Ich empfinde es als eine Gabe, die mir in diesem Leben gegeben wurde. Und Indonesien hat mich dabei gelehrt, mein drittes Auge und dabei mein Herz zu öffnen. Danach begann ich auf unbewusster und sowohl auf bewusster Ebene mein gesehenes und erfühltes Wissen anzuerkennen und es zu leben. Oftmals  belächelt im Westen von Freunden, Familie und Kollegen. Doch ich hielt “ stoisch “ daran fest. Es war und ist mein inneres Universum, meine Anbindung an meine Existenz und Verbindung zur Quelle allen Seins. Ich nenn es den Raum der bedingungslosen Liebe, jene Existenz in mir, die mich nährt und trägt. Meine Geisteshaltung  und die tägliche Praxis der Kontemplation und Meditation hat mich  über all diese Jahre gefestigt und geformt sowohl als auch meine Schaffensprozesse als Künstlerin , meine Mentoren, Dozenten, Künstlerkollegen und meine dazugehörigen Reisen mit all den darin enthaltenen Erfahrungen, die in allem bis dato sehr vielfältig, lehr- und erkenntnisreich waren. 
 

gesund sein – die Ernährung spielte 

 
bereits seit jungen Jahren eine große Rolle in meinem Leben. Es war ein Auf und Ab und ein steter Kampf mit meinem Gewicht, mit dem Schönheitsideal der Frau und all diesen Illusionen, an denen ich mich anhaftete.  Mein  Sportprogramm in meinen 20er und 30er Jahren war sukzessive eine Flucht vor mir selbst. Während meiner Aufenthalte  in Indonesien fing ich an, mich  über mehr als 10 Jahre  vegetarisch bzw. pflanzenbasiert zu ernähren, welches ich bis dato größtenteils beibehalten habe. Ab 2004  gab es eine Zeit , die ich daraufhin zurückführte, dass ich rastlos und als Vielreisende keine geregeltes Essverhalten hatte und dadurch wieder vermehrt körperliche und auch mentale Probleme bekam. 2015 kam es zum Cut dieses unsteten Lebens, den ich wurde wieder sesshafter und fand meinen Ankerplatz.  Ich fing dabei an, mich wieder stärker mit meinen Bedürfnissen auseinanderzusetzen u.a. auch , um meinen Seelenfrieden wieder herzustellen +  meinen beginnenden Wechseljahren gelassener und “ gnädiger “ entgegenzutreten.  Mit  Ü50 und vor kurzem  Ü60 geworden , ernähre ich mich seitdem clean,  gesund und bewusst,  da mein Körper einige Dysbalancen hat ( Stoffwechselstörung, HPU, SDUF… ) die ich mit gesunder Ernährung und Bewegung ausgleichen kann. Genussmittel wie Alkohol + Kaffee  gibt es schon lange nicht mehr, zuckerarme und gluten freie sowohl als auch protein- und vitaminreiche Ernährung haben seit Jahren einen festen Bestandteil in meiner Ernährung eingenommen. Auch diese Umstellung klärt meinen Geist  und reinigt meinen Körper auf Zellebene und lässt mich “ leichter “ sein. Dabei  wurde ich weicher und ging gelassener mit meinen äußeren und inneren Baustellen um. Mein Körper bzw. meine Seele spricht und ich höre zu,  ohne dabei dogmatisch, anklagend und asketisch zu leben. Wir nähern uns an und leben eine harmonischere Beziehung mein Körper und Ich. 
 

BODY-MIND-SOUL 

 
Ebenso bevorzuge ich  seit meiner lebensbedrohlichen Erkrankung 1998 die alternative Heilmedizin. Ich wurde auf Bali in die Welt der Naturheilkunde eingeführt,  obwohl ich gerne auch die Schulmedizin zu Rate ziehe, wenn es der Gesunderhaltung meines Körpers dient. Auch das ist ein wesentlicher Bestandteil meines LifeStyles. 
 

IN BALANCE SEIN MIT MIR und IN MIR – i retreat & treat  mySELF well – 

 
Meine privaten Auszeiten und Urlaube sind abwechselnd mit Retreats verbunden, die mich an Orte führen, die es mir ermöglichen “ in der Stille “ aufs Neue immer wieder bei mir anzukommen. Dabei meinen Mind zu leeren und die Fülle  im Austausch mit Gleichgesinnten zu würdigen. In meinem Leben braucht es sehr wenig, um bei mir und mit mir zu sei, den es ist meine spirituelle Ausrichtung, die mich anleitet. Der Weg des Yoga beinhaltet deshalb nicht nur Asanas sondern gerade aus der Übung heraus  entfaltet sich eine Geistes-Haltung, ein Stil, den  ich einnehme und mir  dabei selbst gegenüber trete. Dadurch öffne ich in mir meinen inneren Raum und erforsche darin mein geistiges Sein und ebenso meine physischen Verhaltensmuster; immer mit  der Fragestellung was bewegt mich und ist es mir dienlich, was darf ich lernen… ?  Schichten wollen freigelegt werden, die ich mir anerzogen habe und anerzogen wurden. Es ist eine Häutung, die mir aufzeigt, wer ich in meiner Essenz wirklich bin. Seitdem bin ich verbundener und verbindlicher mit mir .  Ich  trete  mir und meinem Gegenüber   gelassener entgegen, als ich es noch vor ein paar Jahren tat. Das Leben per sé ist immer im Wandel und so ist seit Mitte der Neunziger mein Bewusstsein  auf ein holistisch Ganzes ausgerichtet, welches mich stärkt und  eine Haltung lehrt. Viele Methoden haben mich dabei gelehrt, mir selbst treu zu bleiben, meinem Weg zu folgen und vor allem in den letzten Jahren hat die Methodik des Thetahealings mir selbst  sehr geholfen, meine überholten passiven Glaubensmuster  zu löschen. Und jetzt  atme ich dabei auf mit all dem Wissen, welches  ich mir dadurch angeeignet habe und ebenso in mir erforscht habe. Ja ich praktiziere  seit mehr als  30 Jahre diese Art meines Lifestyles. Rückblickend betrachtet, war es zuerst eine grobstoffliche Reinigung , die sich step by step vollzog und über die Jahre in eine feinstofflichere Verbindung überging , die tief in meinen innersten Wesenskern verankert ist und ich mit mir dadurch Frieden schliessen konnte. Denn im Kern sind wir alle bereits vollkommene Wesen, diesen Schatz freizulegen und  zu würdigen,  ist ein wesentlicher Anteil, um glücklich und zufrieden zu sein unabhängig dessen, wie wir leben. 
 

im FLUSS | FLOW sein 

 
Ich  lasse mich sein, wie ich bin, meistens ruhend in mir, frei,  atmend , lachend und beweglich im Fluss meines Lebens dabei sind mit seinen täglichen kleine und größeren Herausforderungen. . Mein täglicher Weg  der Entfaltung ist verbunden mit der Praxis des mentalen  “ let go “  insbesondere auf materieller und physischer Ebene. So ist der Weg des Yoga in Verbindung mit meiner Kunst eine Beziehung,  die mir über die Praxis der Meditation das Menschliche sehr nahe bringt und darin liegt meine Lebensreise begründet. Es bestärkt und lehrt mich, über die Horizonte meines physischen Seins hinauszublicken. Es ist ein ganzheitliches Bewusst-SEIN. Für mich ist es eine wohltuende, lebensbejahende, bestärkende  und erhellende Lebensreise, die mich mit meinem höchsten Selbst, mit meiner inneren Quelle verbindet und mein Leben und Wirken in physischer Form gesund erhält. Und ich wünsche Dir, dass Du mit Dir im Reinen bist und aus vollem Herzen auch Dein Leben genießt. 
 
So long 
Namasté  
Petronilla 
 
©Fotos Retreat  Bali 2017 + Bayern 2019|2020 | 
Petronilla Hohenwarter
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