wenn KUNST auf MUSIK trifft

FROLIEB STOLLWERCK


mit einer einzigartigen PASSION - als Solistin, Violistin und als Lehrende, die FreudeN des Lebens durch Musik zu vermitteln...

9 Jahre um genau zu sein trafen Frolieb und ich das erste Mal  in Wiener Neudorf bei einem Sommernachtskonzert aufeinander. Mein damaliger Lebenspartner machte uns beide über eine Freundin bekannt und der Funke sprang sofort über. Ich war berührt von Ihrer stimmlichen Präsenz  – ihre   reine  und feine  gesangliche  Ausdruckskraft, die sehr  klar und bestärkend rüberkam.  Danach besuchte mich Frolieb im ArtSpace in Wien, einem  Artist Run Space, in dem ich nationale und internationale Ausstellungen organisierte. Seitdem sind wir über meinen Kunstbrief verlinkt und haben immer wieder angenehme Konversationen via Email.  Ihr Besuch in meinem Atelier vor 3 Jahren war für Frolieb ein  Schlüsselerlebnis, welches  Ihr Kraft und Zuversicht vermittelte, um ihre damalige lebensbedrohliche Erkrankung mit Zuversicht zu meistern und wie sie mir vor kurzem mitteilte, erfolgreich meisterte.  Eine Musikerin mit Herzblut. So  bezeichne ich sie und doch kam ihr das 2020er Jahr  ebenso in die Quere und stellte sie vor neuen Herausforderungen. 

Diese veränderten Covid-19 Konsequenzen gingen an uns “   Kreativen “ und “ Kulturschaffenden “ nicht spurlos vorbei. Existenzen waren und sind weiterhin bedroht. Bei einem Coaching im Herbst 2020 wurde mir Frolieb´s Passion,  ihre Freude und vor allem ihre Begabung direkt vor Augen geführt. Sie lebt ihre Berufung mit Leidenschaft und Liebe  und dieser Boden brach  für sie weg.  Vor einer Coaching Stunde  las ich Frolieb´s Blogtext , den sie auf ihrer Webseite im Frühsommer veröffentlich hat. Und den lege ich Euch mit diesem WE ARE Blogartikel sehr ans Herz, damit Ihr alle einen Einblick bekommt, wie Musiker und bildende  KünstlerInnen  ihr Leben bestreiten;  für Euch die Bühnen bespielen und vor allem wie schwer es für uns zu verdauen ist, wenn  unter dieser andauernden Pandemie alle Aufträge abgesagt werden. Existenzielle Ängste, die sich  breit machen und nicht nur finanzielle Engpässe, die Freude an der Berufung – der Applaus, das Publikum nährt eine Künstlerseele noch viel mehr.  Und doch ist es die Zuversicht, die  uns Kulturschaffenden ein großes Licht ist, welches uns vor allem inspirativ den Weg weist. Den eins ist sicher, den Kopf in den Sand zu stecken gilt nicht,   eine gesunde Resilienz ist der Nährboden, der diese Krise überdauert und zu neuen kreativen Horizonten einlädt. 

Sich Gutes tun und 2021 Musiker engagieren, obgleich  für ein privates oder berufliches Event. Diese  Momente berühren uns und lassen uns in der Gegenwart verweilen; der Klang hallt nach. Dies verspricht  einen Genuss, der außergewöhnliche Augenblicke freilegt .  Analog werden Herzen berührt und dieser Klang trägt die Schwingung in den Raum, der sich ausdehnt – es ist wie der besagte Stein, der ins Wasser fällt – er zieht seine Kreise.  Denkt mal darüber nach – welchen WERT ein Musiker, ein bildender Künstler, ein Schauspieler, Schriftsteller, Tänzer für die Gesellschaft darstellt….. 

den wir wirken nicht nur visuell mit unserer Passion und  Performance ( Musik, Kunst, Literatur, Theater …)  wir wirken insbesondere auch im nicht-einsehbaren Raum.  Ich meine damit jenen SPACE, der emotional zu erfühlen ist  und dabei  berühren wir Dich und alle , die im Raum sind. Die Schwingung, die in diesem Moment freigesetzt wird ist universell und das berührt, verändert und bleibt im Gedächtnis verankert. Wenn dies keine Transformation auf höchster Ebene ist  * SMILE * Ein Bildungsauftrag mit Herz, der  2021  wieder vermehrt einlädt,  nachhaltig zu “ konsumieren “ ….

Liebe Frolieb, ein herzliches Willkommen in unserem WE ARE | Soul Tribe Circle  

BlogArtikel | ©Frolieb Stollwerck

Am 13.3. 2020 wurde uns Musikern in Österreich und in ähnlicher Weise allen darstellenden Künstlern fast auf der ganzen Welt, das Ausüben unserer Kunst verboten. Nicht weil unsere Kunst böse, gefährlich oder schlecht ist, sondern weil in der Ausübung und in der Rezeption die Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr von Covid 19 groß ist, und daher bis auf weiteres jedwede Veranstaltung untersagt wurde. 
 
Jeder Künstler hat durch diese Situation seine eigene Geschichte erlebt. Für uns alle war es erst einmal ein Schock. Jeder Künstler kennt das Ringen um die eigene künstlerische Entwicklung, Erfolg und Unzulänglichkeit, Gelingen und Versagen liegen so knapp nebeneinander, nie hat man alle Ziele erreicht, sondern man arbeitet, übt, steckt ein, prescht vorwärts, wird zurückgeworfen, ist auf eine stabile Gesundheit angewiesen, braucht enorme mentale und physische Kraft. Es ist ein harter Weg, der viel Selbstdisziplin und Durchhaltevermögen erfordert. Damit verbringen wir unser Leben. Aber jetzt stehen wir vor einer ganz neuen Tatsache: wir dürfen unseren Beruf nicht ausüben. 
 
Für mich fiel gleich am ersten Tag ein großes Konzert aus, für das wir so gut vorbereitet waren, dass wir mit freudiger Spannung darauf zugelebt hatten. Shutsown. Absage. Loch. Ratlosigkeit. 
 
Mein Terminkalender war ganz dicht bis Mitte Juli 2020. 2 Tourneen, Konzerte in Niederösterreich, Wien, Deutschland, Schweiz, Skandinavien. Alles Termine, auf die ich mich unsäglich gefreut hatte. Unterschiedlichste Programme, Kammermusik, Liederabende, Konzerte als Solistin mit Orchester. 
 
Manche Veranstalter haben angeboten, das Konzert 2021 nachzuholen. Andere haben auf den Herbst vertröstet, es sollte alles nachgeholt werden, andere sagten einfach ab. Ein Veranstalter bemerkte: „hoffentlich hat euch die Vorbereitungsarbeit Spaß gemacht“ – keiner hat bei seiner Absage einen Gedanken daran verschwendet, wovon wir als freischaffende Künstler weiter leben sollen. 
 
Die ersten Absagen waren ein Schock. Dann kamen einige, die mir Tränen verursacht haben. Sie taten weh! Über manche Absagen konnte ich nur noch lachen. Irgendwann wurde ich gleichgültig. Es hat sich angefühlt, wie wenn sowieso alles aus wäre. 
 
Die ersten 3 Wochen habe ich erlebt, wie eine Aktiv-Erholungs-Kur. 
Haus durchputzen, aufräumen, aussortieren, Liegengebliebenes erledigen und Werke üben, die als nächstes drankommen… dann all die Absagen und plötzlich kein Grund mehr zum Üben. Jetzt umso mehr, frei, Stücke aussuchen, die ich immer schon üben wollte. Manchmal 8 Stunden am Tag. Ein Gefühl wie zu Studienzeiten! Nebenbei blieb noch immer so viel Zeit, dass Laufen, Radfahren, Yoga, Lesen Kochen, viel intensiver möglich war als im gewohnten Alltagsablauf. 
So verliefen die Wochen. Währenddessen machte ich emotional viele unterschiedliche Befindlichkeiten durch. Nach dem Schock stellte sich Ruhe und Erholung ein. Die Stille in der Natur war unbeschreiblich. Dazu ein Frühlingswetter mit Aufblühen, Düften, Vogelstimmen, Schmetterlingen, noch nie hab ich das in solcher Schönheit so intensiv erlebt. Trotzdem dabei ein banges Hoffen auf baldige „Normalität“, das mit jeder neuen Verlautbarung und all den Konzertabsagen immer wieder so bitter enttäuscht wurde. Resignation, Hoffnungslosigkeit, Wut, Ohnmacht, Grübeln über neue Möglichkeiten. Der Kopf war manchmal so voll und schwer, dass sich eine Müdigkeit meiner „bemächtigte“ und keine wirklich gute Idee für eine Zukunft innerhalb dieser restriktiven Maßnahmen auftauchte. 
 
Inzwischen kommen Konzertabsagen, weil Veranstalter nicht mehr daran glauben, dass Besucher zu Veranstaltungen kommen, weil ja die Drohung der Ansteckungsgefahr immer und überall ist. Auch über den Herbst 2020 wird mit Skepsis und ohne Versprechungen gesprochen. 
 
Mittlerweile sind es 10 Wochen. 
Ich kann mir nicht mehr vorstellen, jemals wieder so unbefangen Engagements anzunehmen und Konzertarbeit zu machen wie vor dem shutdown. Ich glaube, dass ganz vieles anders sein wird als vorher. Für jeden Menschen haben sich durch diese außerordentliche Zeit Dinge verändert, wir haben alle Einbußen gehabt in unterschiedlicher Tragweite. Wir haben alle plötzlich ganz viele Gedanken zu Ansteckungsgefahr, Ausbreitung von Viren und dem ganzen Themenkomplex Gesundheit eingeimpft bekommen. Können wir jemals wieder zu Unbefangenheit zurückkehren? In welcher Form werden wir wieder Veranstaltungen haben können, die beglücken, die wir angstfrei besuchen und aus vollem Herzen gestalten können? 
 
Wenn die Musik eine Bedeutung hat in der Welt, werden sich Wege zeigen, wie wir sie ausüben können. Das ist meine momentane innere Gewissheit, die mich aufrecht hält und motiviert, „dran“ zu bleiben, zu üben, zu trainieren, für eine mögliche Zukunft als Musiker vorbereitet und „startklar“ zu sein. 
Ein weiterer Gedanke bewegt sich immer mehr in meinen Fokus: 
Das bedingungslose Grundeinkommen. Auf dieser Basis könnte man als Künstler weiter arbeiten. Unter Einhaltung aller ausgedachter Maßnahmen, unabhängig von Konzertbesucherzahlen und hipe, der um die Kunst oder um Künstler gemacht wird. Es könnte eine Übergangslösung sein, die uns die momentane Angst ums Überleben abnehmen könnte. 
 
So wie im Moment, ohne Arbeitsmöglichkeit und Unterstützung, kann es nicht weiter gehen. Geduld, Kraft, Hoffnung sind aufgebraucht. Es dauert schon zu lange. Und es gibt noch keine solide Aussicht. 
 

Nachtrag 2021

Lange genug geschwiegen 11 Monate Berufsverbot für darstellende Künstler. Jetzt ist es genug! Am 11.3. 2020 bekam ich die erste Konzertabsage – mitten in der Generalprobe vor dem Konzert, das am 13.3. 2020 beim Caprices festival Wiener Neudorf hätte stattfinden sollen. Wir waren so in Schwung und gut vorbereitet. Die Absage war, wie wenn man aus einer fahrenden Hochschaubahn rausgeworfen würde…. ein langer Flug ins Ungewisse. Zuerst dachte man an ein paar Wochen, an Verschieben und Nachholen. Es entstand ein Zeitvacuum, das man mit den unterschiedlichsten Aktivitäten füllen konnte. Dann erlebte ich eine Kette von Absagen bis zum Sommer hin. Keine Konzerte, keine Kurse, keine Chorproben. Immer wieder widmete man sich Vorbereitungsarbeiten, um für mögliche Veranstaltungen vorbereitet zu sein und wurde wieder enttäuscht, vertröstet oder mit neuer Leere alleingelassen. Der Herbst wollte zuerst noch vielversprechend beginnen, aber war doch nur voller Einschränkungen und Enttäuschungen. So ging das Jahr 2020 zuende, und  statt neuer Hoffnung im neuen Jahr, weiter Lockdown und Veranstaltungsverbot. Keine Bemühung von Seiten der Regierung, uns darstellenden Künstlern eine Perspektive zu geben. Für uns geht es nicht nur um finanzielle Einbußen und Verlust an Popularität, nein, wir verlieren unsere Bühnenpräsenz, unsere Routine, das Vertrauen in unser Können. Wie können wir das Gefühl für den Augenblick des Auftrittes, in dem allen passen muss, in dem wir ganz da, ganz in unserer Kraft sind, über eine so lange Zeit des Harrens und Hoffens hinüberretten? Wir trainieren. Ja. Jeden Tag. Aber nach 11 Monaten ist das Trainieren ohne Aussicht auf den Moment, in dem wir unser Können wieder brauchen, sinnlos geworden! Wir sind schon so oft enttäuscht worden. Höchstform – was ist das? Komme ich da jemals wieder hin? Interessiert das noch irgend jemand?In dieser Situation ist es fast unglaublich, wenn man die Möglichkeit bekommt, wieder für einen konkreten Anlass arbeiten zu dürfen. Meine Heimatgemeinde Wiener Neudorf mit ihrem kulturfreundlichen Bürgermeister und Gemeinderat gibt mir und meinen Musikerkollegen die Chance, das geplante Caprices festival 2021 mit allen 7 Veranstaltungen – 6 neu geplante und die eine vom Caprices festival 2020, die in ihrer Generalprobe abgesagt wurde als Nachholveranstaltung – für streaming (ohne Publikum) aufzuzeichnen! Es ist zwar eine noch größere Herausforderung, als live Konzerte zu geben, nun vor einem leeren Saal und Kamera und Mikrofonen aufzutreten, aber alle Künstler haben diese Herausforderungen angenommen, und so können die Veranstaltungen stattfinden! Ich darf also mit Stolz und Freude neue Termine ankündigen! Alle Veranstaltungen des Caprices festivals sind abrufbar über die Gemeinde-Website unter  www.wiener-neudorf.gv.at

 
Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist. Victor Hugo

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Frolieb Tomsits-Stollwerck
Schillerstraße 12/13
A- 2351 Wiener Neudorf
 
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