wer bin ich schwarz weiss selbstbegegnung christina freund kunstblogpost Petronilla Hohenwarter

HALLO DU …

 “ WE ARE SOUL TRIBE FAMILY und FreundIn der schönen Künste  “ 

WER BIN ICH, WER BIST DU und WER SIND WIR….

diese philosophisch anmutende FRAGESTELLUNG stellt sich irgendwann im Leben sicherlich mal der ein oder andere Mensch…und falls Du Dir diese Frage bereits auch einmal  gestellt hast, dann sicherlich mit einem Ereignis im Nacken, welches Dich zum Nachdenken anregen ließ oder vielleicht auch nicht – who knows !?! Ich stelle Dir heute eine mir am Herzen liegende Freundin vor, die sich mit diesem Satz und insbesondere den damit verborgenen Inhalten beruflich auseinandersetzt. Sie tut es  in ihrem  farbig ausdrucksstarken und feinen Therapieraum in München – mit Kunstwerken, die sich ihr immer wieder “ unbewusst “ in den Weg stellen, Raum und Zeit fordern  und von ihr gemalt werden wollen. Christina Freund geboren und aufgewachsen in Waldkirchen – ja unser beider familiärer Heimatort mit seinen Bewegungen und Befindlichkeiten – ein verbindendes Element.  Und doch gibt es  weitere Anknüpfungspunkte, die uns vor 5 Jahren auf der ART MUC / Kunstmesse in München wieder aufeinandertreffen haben lassen.  Ihren beruflichen Werdegang kannst Du gerne hier weiterlesen > BIO  

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Christina kenne ich seit 1993 und dieses Bild wird mir immer lebendig bleiben, als sie die Treppen zum Kindergarten Waldkirchen ( in dem ich als Erzieherin angestellt war ) runtergelaufen kam, um ihren jüngeren  Bruder   Severin Freund, ( DSV Skispringer  und Gesamtweltcupsieger, Olympiasieger in Sotschi  ) bei mir abzuholen – unser erstes Aufeinandertreffen endete 1995.

Als Christina von ihrer Mutter 20 Jahre später auf meine Kunst aufmerksam gemacht wurde, verspürte sie den Drang mich auf der Kunstmesse zu besuchen. Seit diesem Zeitpunkt ist Christina immer wieder gern gesehener Gast in meinem Atelier und so  stehe ich ihr mit meinem Wissen als Künstlerin und TIRA Facilitator immer gerne beratend zur Seite.   Ebenso nahm sich Christina meiner verwundeten Seele an  und beleuchtete mit mir meinen dunklen Spot, der mich seit meiner Kindheit unbewusst bewegte und auch meine Kunst infiltrierte.  Unser gegenseitiges Vertrauen und Wertschätzung trägt sich weiter in der Liebe zur Natur, der abenteuerlichen Reisefreudigkeit und den sportlichen Aktivitäten, die Christina mit Passion und einem gewissen Ehrgeiz betreibt. Christinas Feingefühl für Künstlerbiographien ist bemerkenswert und ihr 7. Sinn bzw. ihre Empathie  für das Unbewusste gepaart mit  ihrem  wissenschaftlich fundierten Wissen lassen ihre Berufung zu einer achtsamen und wahrhaftigen Selbstbegegnung werden.   

Christina schreibt auf ihrer Webseite  

Meine Arbeit dient dem (Wieder)Finden und Stärken des Selbst-Bewusstseins, der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung: Ich bin. – Ich will. – Ich kann. Diese wichtigen Aspekte der Entwicklung einer eigenen Identität werden bereits durch vorgeburtliche Beziehungserfahrungen geprägt. Insbesondere traumatische Erlebnisse stören, beschädigen oder verhindern gar eine gesunde Identitätsentwicklung: Ich bin, was andere glauben, dass ich bin. Ich will das, was andere wollen, dass ich will. Ich kann das, was andere mir zutrauen. Dementsprechend orientiere ich mich in meinen Methoden daran, ob sie den Menschen eine Selbst-Begegnung ermöglichen und deren eigene Deutungshoheit und Gestaltungsmacht fördern.

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und bevor dies jetzt ein Petronilla Blogpost wird, gebe ich das Wort an Christina weiter, die sich zu ihrem Thema                 WER BIN ICH  Gedanken gemacht hat und ich Dir diese ans Herz legen will…

 

here she comes                             Christina Freund  

 

Warum ist es mit uns Menschen – mit Dir und mir – so wie es ist? Warum fühle ich mich, wie ich mich fühle? Warum denke ich, wie ich denke? Warum verhalte ich mich, wie ich mich verhalte? Das sind Fragen, die mich schon sehr lange beschäftigen. Das sind meine Lebensfragen. 

Es ist so, weil ich so bin, so komisch, blöd, schuld, schwierig, unmöglich… bin; oder, weil die anderen so sind, so komisch, blöd, schuld, schwierig, unmöglich sind.

Diese Antworten sind immer wieder verletzend und verachtend. Sie werden mir und nicht gerecht, sie werden niemanden gerecht. 

Wer bin ich? 

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Mein ICH BIN ist immer eine Frage der Identität. Für mich ist Identität die Summe meiner Lebenserfahrungen. Ich bin also alles, was ich schon erlebt habe, was ich gerade erlebe und was ich noch erleben werde. Meine Identität ist demnach nicht abgeschlossen. Sie ist dynamisch, flexibel und wandelbar. Das ist für mich tröstlich und hoffnungsvoll: Denn ich kann mich immer wieder verändern. Ich bin nicht gezwungen, lebenslang gefangen zu sein in Zuschreibungen – gefangen, in dem so oft gehörten und gespürten DU BIST…! Dieses DU BIST wird mir mit jeder Wiederholung mehr und mehr zu meinem ICH BIN.

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Wer bin ich wirklich?

Die Frage WER BIN ICH? und die Suche nach dem ICH BIN ist ein lebenslanger Prozess. Für diesen Entwicklungsprozess brauche ich ein klares Bewusstsein über meine Lebensgeschichte. Denn ich muss wissen, was ich bisher erlebt habe. Ich muss einschätzen und bewerten können, welche Bedeutung und Folgen diese Erfahrungen für mein Leben hatten, haben und noch haben werden.

Von meinem Lebensanfang an mache ich positive und negative Erfahrungen mit meiner Welt, mit den Menschen, die mit mir sind. Aus diesen Erfahrungen lerne ich – ich passe mich an und verändere mich. Ich entwickle mich.

Es gibt aber auch Erfahrungen, die derart schlimm sind, die mich und meine Bewältigungsmöglichkeiten völlig überfordern. Diese Erfahrungen kann ich nicht mehr erinnern, nicht mehr wissen und für wahr und real erachten. Da kann ich nicht mehr lernen und mich auch nicht mehr weiterentwickeln. Ich bleibe stecken in meinen Entwicklungsprozessen. ICH BIN gebunden an diese schlimmen Erlebnisse. Ich kenne mich nicht mehr aus. Ich verstehe nicht, was da los ist mit mir.

Dieses Gebunden sein, Gefesselt sein an existentielle Lebenserfahrungen findet seinen besonderen Ausdruck in unserem Leben – in unserem SO SEIN, in unserem SO LEBEN.

Und auch und gerade in der Kunst und Musik:

So wie Bruce Springsteen – mein musikalischer Lebensbegleiter – sich ausdrückt in seinem Song „My fathers house“ über sein Lebensthema „Vater“. Dieser litt an Depressionen und paranoider Schizophrenie, war gewalttätig und alkoholabhängig.

youTubeLink|Video 

Jahrelang fuhr Bruce Springsteen mitten in der Nacht stundenlang zu seinem Elternhaus, saß dort im Auto und fuhr wieder zurück, nur um dann nächste oder übernächste Nacht wiederzukommen.

“I eventually got to wondering: What the hell I am doing?”

In seiner Biographie „Born to run“ (2016) schreibt er überraschend offen und schonungslos unter anderem: 

„Ich wollte vernichten, was mich liebte, weil ich nicht ertragen konnte, geliebt zu werden.“ (477)

„Über die Jahre hinweg dämmerte mir, dass ein Teil meiner Persönlichkeit – ein ganz beträchtlicher Teil – zu Rücksichtslosigkeit und emotionaler Grausamkeit neigte; er säte Vernichtung und erntete Reue, er verletzte und kränkte und stellte sicher, dass diejenigen, die mich liebten, dafür bezahlten. Das alles stammte direkt aus dem Strategiehandbuch meines alten Herrn. Mein Vater hatte immer den Eindruck erweckt, er würde uns dafür verachten, dass wir ihn liebten, als wollte er uns dafür abstrafen… Was er in gewisser weise ja auch tat. Es schien als würde ihn unsere Zuneigung verrückt machen… und ganz genauso war es bei mir auch.“ (478).

„Ich kehrte immer und immer wieder zurück, in meinen Träumen und auch sonst, stets in Erwartung eines neuen Endes für ein Buch, das vor langer Zeit geschrieben worden war. Ich fuhr und fuhr, als könnten die Meilen, die ich zurücklegte, den Schaden beheben, der angerichtet worden war, eine andere Geschichte schreiben und diese Straßen zwingen, ihre streng gehüteten Geheimnisse zu lüften. Sie konnten es nicht.“ (155)

 

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Ja, es hat einen Grund, warum es mit mir und mit Dir, mit uns so ist, wie es ist.

 

Was sind das für Erlebnisse, die mein und Dein Leben derart dominieren?

Wenn ich mir und Dir, wenn ich Menschen zuhöre und zuschaue, wenn ich mit mir und Dir mitfühle, dann kann ich erahnen, warum es mit uns so ist, wie es ist.

Dann kann ich mir und Dir und uns wirklich gerecht werden. 

Christina Freund 

 
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80803 München 

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